Der große VIP Rundgang:

Lustiger Viererbob mit Susi Erdmann im Olypark

DSC 0185Wer sich mit Susi Erdmann trifft, sollte sich am besten zu einer Vierfrauenrunde genau wie beim Bobfahren verabreden. Vor allem, wenn der Anlass mit Sport zu tun hat: Susi Erdmanns brandneue Kooperation mit dem alteingessenen italienischen Sportfashionlabel „Dolomite". Mit von der Partie: Weltmeisterin Susi Erdmann als Frontfrau natürlich, Marion Gürtler von der THINK INC. Communications GmbH, die „Dolomite" in Deutschland betreut, und Boulevard Schwan Fotografin Heidi Hitzbleck (Sportskanone par excellence) als „Anschieberinnen" der Geschichte und Chefredakteurin Daniela Schwan als Lenkerin des Interviews.kampagne Eine fröhliche Runde, für die nächsten Stunden zusammenge-schweißt wie im Viererbob eben. Und mindestens so faszinierend: Die Begegnung mit einer höchst ungewöhnlichen Frau - Bobpilotin, Berufssoldatin und jetzt auch Sport-Model.

Freitag Mittag, Punkt 14 Uhr. Ganz casual in Jeans, die Haare hochgesteckt, dezent geschminkt empfängt sie uns in ihrem Büro im Kreiswehrersatzamt in der Dachauerstraße. An der Tür ein Schild: Susi Erdmann, Hauptfeldwebel. „Ich habe mich schon umgezogen, aber wenn ihr wollt, ziehe ich nochmals meine Uniform an", begrüßt uns der hübsche Hauptfeldwebel lachend. Unser Blick fällt derweil auf den proppenvollen Terminkalender. Konsequent ist dort alles eingetragen, sogar das tägliche Fitnesstraining. Schon jetzt ist sie für den ganzen Sommer ausgebucht, unter anderem mit Golf-Charities und Dolomite-Veranstaltungen, die sie als neue Werbe-Ikone wahrnimmt. Wie aufs Stichwort erscheint Susi Erdmann in hellblauem Hemd, dunkler Bundfaltenhose und flachen Schuhen. Ganz streng. „Hier darf man keine Absätze tragen, alles ist vorgeschrieben", gibt sie Einblicke in ihren Berufsalltag.DSC 0002 Nun ja, in High Heels würde die 43-Jährige mit ihrem Gardemaß von 1,86 m so manchem Kollegen über den Kopf wachsen. Sofern sie überhaupt etwas Passendes für die Füße findet. Susi Erdmann hat Schuhgröße 42: „Da gibt es nicht viel Schickes", meint sie. Überhaupt, Mode kommt an ihrem DSC 0034 Arbeitsplatz eh nicht vor – stattdessen: „In der Bundeswehr ist alles ein bisschen rauer. Nix ist bunt. Alles Einheitskleidung."

Vielleicht deshalb auch der Ausflug in die schillernde Modewelt. Wie entstand überhaupt die Kooperation mit Dolomite? Susi Erdmann: „Durch Zufall." Marion Gürtler ergänzt: „Vor einem Jahr haben wir sie über einen Kunden kennen gelernt, und wir hatten sofort die Idee, Susi, die den Wintersport lebt, dafür zu gewinnen." Die neue Werbe-Ikone nickt dazu: „Und so unkompliziert das Ganze! Das Thema Mode interessiert mich total. Ich hab’ mich schon immer gerne als Frau gezeigt, das war immer mein Markenzeichen, auch als Sportlerin." Dank Dolomite darf sie jetzt wohl öfter ihre sportlich-feminine Seite zeigen. Und das tut sie gern, hat fürs Foto-Shooting gleich mehrere schicke Outfits dabei, ob Polo-Shirt mit locker fallender Jacke oder einen leichten Zipper-Pulli, immer sieht sie darin top aus.

Susi Erdmann, die Ausnahmefrau: bis vor zweieinhalb Jahren Leistungssportlerin (früher Rodeln, später Bob), neunfache Weltmeisterin, sechsfache Europameisterin und dreifache Medaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen. Und seit 1992 bei der Bundeswehr. Damals noch als erste Sportsoldatin überhaupt. Ihre Aufgaben: Nachwuchsförderung und Beratung von Soldaten. Sie ist zuständig für die Bewerbung junger Leute, die Soldaten werden wollen – seit Anfang des Jahres gibt es keine Wehrpflicht mehr, sondern nur noch freiwilligen Dienst. Susi Erdmann berät und schult den Nachwuchs, begleitet die 16- bis 18-Jährigen in Camps. „Den Weg gehe ich mit ihnen gemeinsam, vermittle ihnen Perspektiven, und sie freuen sich, wenn sie aufgenommen werden. Anfang des Jahres herrschte ja Unsicherheit über die Zukunft der Bundeswehr, aber wir stellen Leute ein. Wir haben über 40 verschiedene Ausbildungsberufe, 2 Universitäten und 17 Studiengänge." Sie erzählt lebhaft und gestenreich.

DSC 0199Und sie hat eine Menge zu erzählen, zum Beispiel über die beiden verschiedenen Gesellschaftssysteme. „Ich komme ja aus der ehemaligen DDR, wurde praktisch schon früh zum Leistungssport hingeführt. Da hat man alles gelernt, fast die ganze Palette durch." So ist sie eine sportliche Allrounderin, hat alle Ballsportarten wie Volleyball, Basketball und Fußball gelernt, kann Tauchen, Surfen, Tennis, Golfen, Skifahren... „Eigentlich alles außer Karate und Kampfsportarten", sagt sie lachend.

Mittlerweilehat sie nochmals ihr Outfit gewechselt, diesmal ein Dolomite Poloshirt in Weiß/Flieder mit passender Jacke. Susi Erdmann zupft am Shirt. „Ich brauche immer extra lange Kleidung, mein altes Problem." Für so große Frauen wie sie gäbe es kaum stylische Klamotten. Dabei wäre sie gern eine richtige Fashionista. Ein Grund mehr, warum sie von den Dolomite Modellen so angetan sei. „Dolomite bringt nicht nur das Abenteuergefühl und den Pioniergeist in die Großstadt, sondern weckt auch die Lust an Mode." Das kann Marion Gürtler nur bestätigen und fügt hinzu: „In der Herbst/ Winter-Kollektion 2011/2012 ist zusätzlich die Rangdum-Charity Kollektion integriert, mit ein paar besonders hochwertigen Teilen aus Kaschmir. Fünf bis zehn Euro aus dem Verkauf fließen diesem Projekt zu. Rangdum ist ein Gebiet im Himalaya, was wiederum auf die Ursprungsidee von Dolomite zurückführt." 1954 erklommen Bergsteiger, ausgerüstet mit Dolomite, den K2. Heute kehrt Dolomite zurück und unterstützt mit dem Projekt die Schulbildung der Kinder dort. Eine Kooperation, die auch Susi Erdmann unterstützt. „Alles ist sehr unkompliziert, Bergsport-Spirit in der Großstadt. Das Label gibt’s traditionell seit 1897 mit viel Abenteuergefühl, Pioniergeist und Fashion – also haargenau mein Ding."


DSC 0197DSC 0077Die Frau, die im Eiskanal groß wurde, stammt aus Blankenburg im Ostharz, war schon immer sportlich und fiel mit acht Jahren einem Scout auf, der während der Sportstunde in der Schule nach Rodel-Talenten Ausschau hielt. Rodeln hat Tradition im Harz. Susi glänzte bei den Athletik- und Koordinationstests, machte ihre erste Schlittenfahrt auf der Naturbahn im Harzer Wintersportort Schierke am Fuße des Brockens – und war auf Anhieb fasziniert: die Geschwindigkeit, das Adrenalin, das Beherrschen des Schlittens und der Fliehkräfte, alles ganz nach Susis Geschmack, die fortan den festen Willen entwickelte, im Rodelsport etwas ganz Großes zu erreichen. Ab sofort stand auch die Ausbildung beim Trainer des Sportvereins Halberstadt auf dem Stundenplan: vier Mal pro Woche ab aufs Eis, Koordination, Athletik, Technik und Materialkenntnis üben. 1981 ging’s dann richtig los, als Susi Erdmann mit 13 an eine der Sport-Eliteschulen aufgenommen wurde, der Kinder- und Jugendsportschule im thüringischen Oberhof. Eine Zeit strengster Disziplin: Morgens um sieben Uhr Startschuss, den halben Tag Schule, die andere Hälfte Training, abends Hausaufgaben. Susi Erdmann: „Acht Jahre verbrachte ich im Internat, und unsere Klasse schrumpfte dabei ständig. Beim Abitur waren von 28 Schülern in der Klasse nur noch vier übrig." Stetig führte ihr Weg nach ganz oben aufs Siegertreppchen: von landesweiten Wettkämpfen der DDR schon während der Schulzeit,DSC 0217 ersten guten Platzierungen, dem Einstieg in die Junioren-Nationalmannschaft bis zum Höhepunkt ihrer DDR-Laufbahn: dem Weltmeistertitel im Rennrodeln 1989, kurz vor der Wende. Danach Olympische Spiele, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Einzel- und Mannschaftssiege. Und dann 1998 der Umstieg auf den Zweierbob. Warum hat sie gewechselt? Susi Erdmann: „Nach 20 Jahren Rodeln hatte ich alles erreicht, und irgendwann fehlte einfach der Kick. Und so habe ich 1998 nochmal komplett von Null angefangen, war total begeistert vom Bobsport. Ich habe Sponsoren gesucht, ein Team aufgebaut. Tja, der Rest ist ja bekannt..." Auch im Bobfahren winkten die Medaillen, gab es Weltmeistertitel - die Rechnung der Teamplayerin war aufgegangen, bis zur Beendigung ihrer Karriere 2008. Und zwischendrin der Umzug nach München. Seit 18 Jahren lebt sie mittlerweile glücklich hier und weiß den Glamour der Stadt zu schätzen, geht einmal im Monat zu Events, je nachdem, was die Stadt zu bieten hat. Kaum jemand wusste damals, dass Susi Erdmann Wahlmünchnerin geworden ist. „Ich war ja sehr viel unterwegs, hab’ praktisch meine Sachen hier immer nur zwischengelagert. Unter der Woche lebte ich damals in der Kaserne in Berchtesgaden, war aber auch mehr in Trainingslagern unterwegs", lacht sie und schüttelt ihr blondes Haar. Kann man das, einfach so mit dem Sport aufhören? „Doch, das ist eben der Lauf der Zeit. Jetzt, mit über 40 ist das halt schwierig, man ist nicht mehr so schnell, die Regenerationszeit nach Verletzungen dauert länger, die Reaktionen lassen nach, und die Gelenke machen nicht mehr so mit", sagt Susi Erdmann, die aber eines nicht verlernt hat: Disziplin, die sie ja schon von klein auf verinnerlicht hat. „Disziplin ist nach wie vor sehr wichtig in meinem Leben. Und Sport natürlich. Nach der Arbeit gehe ich zum Fitness." Ihr Trainingsoutfit hat sie praktischerweise immer im Fiat dabei. Und da sie in der Nähe vom Flaucher wohnt, radelt sie, sooft es geht. Obwohl sie ja eher ein Winterkind ist. Temperaturen über 30 Grad sind ihr ein Gräuel, in der Sonne liegt sie nie. Vielleicht hat sie deshalb auch mit 43 noch so einen babyzarten Teint? Und weil Susi Erdmann Bobfahren und Rodeln im Sommer so vermisst, holt sie sich auch um diese Jahreszeit ein Stück Winter – im Olympia-Eisstadion.


SPORT- QUEEN SUSI ERDMANN 


DSC 0147Dort, im Olympiapark haben wir uns auch mit ihr verabredet. Ob Eislaufen, Inlineskaten, Stockschießen oder im Schwanentretboot - beim Sporteln macht Madame Erdmann stets eine gute Figur. Und plaudert freimütig beim Rundgang über sich und ihr Leben. Und über ihren Stoffwechsel. „Der wird mit zunehmendem Alter immer langsamer", weiß sie und hat spätestens jetzt alle Boulevard Schwan-Leserinnen auf ihrer Seite. Wenn sogar eine Weltmeister-Sportskanone wie sie Schwierigkeiten hat, was sollen dann erst wir normalsterblichen Frauen sagen?

Apropos Älterwerden: Sie hat bislang keine Kinder, war das nie ein Thema für sie? Susi Erdmann wird ernst. „Na ja, meine biologische Uhr tickt. Aber bislang hatte ich nicht das passende familiäre Umfeld dazu. Deshalb hat sich die Frage eigentlich nie gestellt. Aber ich wusste immer, wenn ich mal Mutter werde, dann sehr spät. Ein bisserl Zeit hab ich ja noch, oder...?" Wäre es nicht schön für sie, die sportlichen Gene weiterzugeben, einen kleinen Sportler oder eine kleine Sportlerin großzuziehen? „Schon, aber der Gegenpart muss passen. Ich bin ein Scheidungskind und weiß, wie schwer es heutzutage ist, einem Kind eine stabile Familie zu bieten." Und da ihr Motto „Que sera, sera..." lautet, blickt sie nach vorn - aufgeben kommt in ihrem Wortschatz nicht vor. Wie sieht sie überhaupt die Zukunft, was hat sie sich noch alles vorgenommen? „Das Leben genießen. Ich genieße es so, in meinem eigenen Bett zu schlafen und nicht in irgendwelchen Hotels. DSC 0038 Und ich genieße es, trotz aller Verpflichtungen noch ein bisschen spontan zu sein." Und als echte Multi-Power-Frau hat Susi Erdmann eine eigene Agentur, veranstaltet in Innsbruck Bob-Events von November bis März für Privatpersonen und Firmen, saust mit ihnen bei 130 Sachen durch den Eiskanal und erklärt anschaulich das Einmaleins des Bobsports. Es klingt authentisch, wenn sie betont: „Ich habe einen Job, der mir Spaß macht, viel mit jungen Leuten zu tun, kann endlich nur den Sport machen, auf den ich Lust habe – als Leistungssportlerin musste ich Tag für Tag mein knallhartes Trainingsprogramm durchziehen." Und alles gemäß ihrer Devise: „Man darf sich nicht verzetteln, muss sich selbst gut strukturieren und seine Energien richtig einsetzen." Abschließend führt uns die supersymphatische Sportskanone geschwind noch in ihr derzeitiges Lieblingsrestaurant, das Deli in der Brienner Straße 7. Dort gibt es den wohl leckeresten Cappuccino der Stadt ... Wo sie sonst noch hingeht, wollen wir wissen. „Gerne mal ins H´ugo´s oder ins Cavos, zum Abtanzen ins Paradiso, ins Pacha oder ins 8seasons, im Sommer ins Seehaus oder in Waldwirtschaft „Wawi", verrät sie.

DSC 0008„Schön wars mit Euch, danke", meint Susi Erdmann. Jetzt braucht sie mehr - und muss sich richtig auspowern. Und schon düst sie ab Richtung Tennisplatz. Während Fotografin Heidi Hitzbleck durch die sonnendurchflutete Stadt Richtung Starnberg skatet, fahren Marion Gürtler und ich gemeinsam – ganz unsportlich – mit der U-Bahn.Sie in die THINK INC. Agentur auf der Franz-Josef-Straße, um mir Material über Dolomite zu mailen, ich um diesen Artikel sogleich zu verfassen. Spätestens im November treffen wir uns alle in Susi Erdmanns Viererbob wieder. Aber steuernwerde ich diesmal nicht ...



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