... doch ihr Wiedersehen endet tragisch

Ein starkes Team: Michael Mendl als Ex-Liebhaber von Maja Maranow


Er war Willy Brandt, Papst Johannes Paul II. und Dichterfürst Goethe. Und immer wieder versteht es Michael Mendl seinen Figuren einen besonderen Stempel aufzudrücken. Jetzt glänzt er in einer neuen Rolle: Am Samstagabend, 16. April, spielt er in dem Krimi der UFA Fernsehproduktion Jakob Bergmann, die große Liebe der toughen ZDF-Kommissarin Verena alias Maja Maranow. Tiefe Gefühle, viele Verdächtige, ein spannender Krimi um veruntreute Spendengelder und einen ermordeten Bundestagsabgeordneten – und kein Happy-End: Jakob Bergmann wird erschossen. Eine Rolle, ganz nach dem Geschmack von Michael Mendl. Für Boulevard Schwan stand der ebenso sympathische wie vielseitige Charakterdarsteller kurzfristig für ein Interview bereit.

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"Ein starkes Team" -  was macht für Sie den Erfolg dieses Formates aus?
Michael Mendl: „ Den Erfolg tragen meines Erachtens die wunderbaren Kollegen Maja Maranow und Florian Martens."
Ihre schauspielerische Bandbreite ist sehr groß, reicht vom Kriminellen über Personen der Zeitgeschichte bis zum Liebhaber, wie in diesem Krimi. Was spielen Sie lieber, den Psychopaten oder den Liebhaber?
Michael Mendl: „Psychopaten - oder die dunklen Helden - sind in sich komplizierter und daher seelisch aufwendiger zu gestalten, was die Darstellung oft interessanter macht. In diesem Fall aber war der Liebhaber durch seine Vita und auch die Krankheit eine sehr lohnenswerte und schöne Aufgabe."
Im Krimi geht es um Veruntreuung von Spendengeldern, Sie selbst engagieren sich ebenfalls sozial, unterstützen Organisationen wie „Faszination Regenwald", „S.O.S. Kinderdorf" und „Gegen Noma. Was empfinden Sie, wenn solche Spendenskandale publik werden?
Michael Mendl: „Da dreht sich mir der Magen um. Wie arm müssen Menschen sein, die sich auf so eine Art bereichern."
Fotos: ZDF Pressestelle
In „Ein starkes Team" kehren Sie zu Ihrer Ex-Freundin zurück – glauben Sie, es funktioniert, wenn man alte Liebesgeschichten wieder „aufwärmt"? 
Michael Mendl: „ Liebe kann ja zeitlich limitiert sein, und wenn es vorbei ist, hat es meist keinen Sinn, dem Beendeten hinterher zu laufen. Es ist auch die Frage, ob die gemeinsame Vergangenheit erfüllt war. Wenn Nein, dann kommt natürlich die Sehnsucht daher und macht es herzlich kompliziert."
Haben Sie selbst auch schon mal eine frühere Freundin wiedergetroffen? Wie war das für Sie? 
Michael Mendl: „Ich glaube, da muss man einfach mit dem, was war, zufrieden sein. Jedenfalls habe ich mich so verhalten."
Gibt es einen Charakter, den Sie unbedingt einmal verkörpern möchten?
Michael Mendl: „ Ja, ich würde gerne den Berliner Zeichner Heinrich Zille spielen, der sich sehr um die Kinder im dritten Hinterhof der Endzwanziger Jahre gekümmert hat."
Sie sind seit Jahren unglaublich gut im Geschäft. Ist schon ein neues spruchreifes Projekt in Sicht? 
Michael Mendl: „Eine internationale Produktion plant ein Projekt mit dem Titel ‚Es wird dich rufen’, in dem ich eine der Hauptrollen übernehmen soll. Es ist eine Mischung aus Mystik und Abenteuer, zum Teil aus Wahrheit, zum Teil aus Fiktion. Der Film spielt in Rennes- le -Chateau in den Pyrenäen. Und es geht um den heiligen Gral, der dort verborgen sein soll."
Jutta Bök
Fotos: ZDF Bilderdienst

44965-4-40 „Ein starkes Team: Tödliches Schweigen" 
Ein Krimi im Berliner Polit-Milieu: Ein prominenter Bundestagsabgeordneter wird tot aufgefunden. Für viele war er ein Vorbild, er leitete unter anderem eine Organisation, die Spenden für die Dritte Welt sammelt. Stammt der Mörder etwa aus der eigenen Familie? Denn seine Vorzeigefamilie zeigt Risse. Sein Sohn ist drogensüchtig und es gab deswegen einen heftigen Streit. Aber da sind auch anonyme Hinweise, dass der Politiker zusammen mit seinem besten Freund, dem Geschäftsführer eines Logistikunternehmens, nicht nur im großen Stil den Einkauf und Transport der Hilfsgüter nach Afrika organisiert hat, sondern auch im großen Stil Spendergelder veruntreut haben soll. Zur gleichen Zeit muss sich das Kommissar-Team Otto (Florian Martens) und Verena (Maja Maranow) noch mit einem zweiten Fall beschäftigen: Verenas Ex-Geliebter Jakob (Michael Mendl), der vor Jahren nach Indien abgetaucht ist, steht plötzlich wieder vor ihrer Tür und reißt alte Wunden auf. Aber schon beim ersten Treffen mit ihm spürt Verena, dass da noch mehr ist. Doch bevor Jakob ihr sagen kann, was ihm auf dem Herzen liegt, wird auch er erschossen aufgefunden. Erst nach seinem Tod erfährt Verena, dass Jakob sie noch immer geliebt hat. Aber wer hatte Grund, ihn zu töten? Oder hängen die beiden Mordfälle etwa zusammen...? 
Sendetermin: Samstag, 16. April, 20.15 Uhr, ZDF

About Michael Mendl
Michael Mendl stammt aus dem Ruhrgebiet, wurde 1944 in Lünen, am östlichen Zipfel des Ruhrgebiets, geboren. Und was für die Menschen dieser Region typisch ist, gilt auch für den markanten Mimen: handfest, zupackend und direkt. Sie zeichnen sich durch Bodenständigkeit und  Tatkraft aus, und das ist auch in Mendls Rollen zu spüren. Ob tragische Outlaws und Ganoven oder Liebhaber, Ehemänner und Väter, seit den 80-er Jahren prägt der Charakterdarsteller mit seinen sensiblen Porträts viele hochkarätige Fernsehspiele und Filme. Preisgekrönte Leistungen sind darunter wie der Thriller „14 Tage lebenslänglich" (1998 Bayerischer Filmpreis für den knallharten Gauner Czernetzky), der Spielfilm „Im Schatten der Macht" (2004 die Goldene Kamera für seine Darstellung als Willy Brandt) und der Cinema-Publikumspreis „Jupiter" (2009 für „Der Besuch der alten Dame"). Zu Beginn seiner Karriere war Michael Mendl, der seine Schauspielausbildung an der Essener Folkwangschule absolviert hat, lange Jahre an namhaften Theater engagiert, darunter die Münchner Kammerspiele, Düsseldorfer Schauspielhaus, Berliner Volksbühne, Hamburger Schauspielhaus und die Salzburger Festspiele. Das Fernsehen entdeckte den charismatischen Charakterdarsteller erst mit 45 Jahren, der Durchbruch gelang ihm 1989 mit seiner ersten großen Hauptrolle als verdächtiger Serientäter im „Tatort: Die Neue". Inzwischen prägte Mendl fast 200 Fernsehspiele und Filme mit seinen brillanten Darstellungen. Highlights u.a.: „Das Schwein – Eine deutsche Karriere" (1995, als Götz Georges Knastkumpel Korda), Dieter Wedels „Der Schattenmann" (1996, als Hotte), „Andrea und Marie" (1998, als Liebhaber von Iris Berben und Hannelore Elsner), „Bittere Unschuld" (1999, als fieser Vorgesetzter, der das Leben eines Familienvaters zerstört) und „Kelly Bastian" (2001, als Grünen-Politiker Gert Bastian). Zu seinen jüngeren Produktionen gehören u.a. die Kinofilme „Wunderkinder" und „Männerherzen und die ganz, ganz große Liebe" sowie der TV-Zweiteiler „Liebe und Tod auf Java" und der TV-Thriller „Racheengel". Kein Wunder, dass Michael Mendl auch in der Zirkusarena zu glänzen versteht: Bei „Stars in der Manege" im Münchner Circus Krone begeisterte er sein Publikum mit einer Unter-Wasser-Entfesselungsnummer à la Houdini. 

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