LUDWIG II. – neue üppige Verfilmung, seit 26. Dezember 2012 in den Kinos

Unser Kini darf nie sterben

Ludwig, Schwan, Sophie

Ludwig, Schwan, Sophie

Über soviel Beistand hätte er sich zu Lebzeiten sicher gefreut! Selbst ein wahrhafter Technikliebhaber hätte er sich den Dreh- und Angelpunkt der aktuellen opulenten Nacherzählung und Visualisierung seiner Biografie nur zu begeistert angenommen – Hauptrolle, Regie und Produktion, Austattung, Musik und und und…

An vielen Originalschauplätzen - Nachtaufnahmen in den berühmten Schlössern - mit Liebe zum Detail und opulenter Darstellungskunst gedreht, erweist der Film seinen Respekt einer gar nicht so märchenhaften gleichwohl historischen Figur. Ein getriebener Charakter seiner Zeit, ein steter Flüchtling aus Politik und Macht, ein unbeirrbarer Musik- und Architekturfreak, ein Unterwanderer und Aufbauer in einer Person. 
Natürlich muss er untergehen!
Unfreiwillige Abdankung

Unfreiwillige Abdankung


Gespielt wird der jugendliche, idealistische Ludwig von Neuentdeckung Sabin Tambrea. Als älterer, in seine eigene Welt zurückgezogener König ist Sebastian Schipper zu sehen. Zum weiteren hochkarätigen Darstellerensemble gehören u.a. Hannah Herzsprung als Sisi,
Sisi, die Vertraute

Sisi, die Vertraute

 Edgar Selge als Richard Wagner, Friedrich Mücke als Ludwigs Freund und Vertrauter Richard Hornig, Justus von Dohnányi als späterer Ministerratsvorsitzender Johann (Freiherr von) Lutz, Samuel Finzi als Lakai Ludwigs, Tom Schilling als Ludwigs Bruder Prinz Otto, Paula Beer als Sophie Herzogin in Bayern, Uwe Ochsenknecht als Prinz Luitpold, Peter Simonischek als Minister Ludwig Freiherr von der Pfordten, Gedeon Burkhard als Graf Max von Holnstein, Katharina Thalbach als Königin Marie, August Schmölzer als Dr. von Gudden, Michael Fitz als Herzog Max in Bayern, Franz Dinda als Heinrich Vogel, Christophe Malavoy als Napoleon III., Bernd Birkhahn als Bismarck, Volker Zack Michalowski als Frisör Hoppe, André Eisermann als Karl Hesselschwerdt, Axel Milberg als König Max II. und August Wittgenstein als Alfred Graf von Dürckheim.
Lohengrin on stage

Lohengrin on stage


Regie führten Peter Sehr und Marie Noëlle, die auch gemeinsam das Drehbuch zu LUDWIG II. entwickelten und sich dabei auf neueste Erkenntnisse wie bislang unbekannte Briefwechsel stützten. An ihrer Seite arbeitete ein hochklassiges und vielfach preisgekröntes Team, darunter Christian Berger (Oscar®-Nominierung für Das weiße Band) hinter der Kamera, Christoph Kanter (Das weiße Band) für die Ausstattung, und Bruno Coulais (Oscar®-Nominierung für Die Kinder des Monsieur Mathieu), der neben den Werken Richard Wagners die originale Filmmusik komponierte und mit dem Münchner Rundfunkorchester
Die Chefs

Die Chefs

 sowie Mitgliedern des Chores des Bayerischen Rundfunks einspielte.
Produziert wurde LUDWIG II. von Bavaria Pictures (Produzent: Ronald Mühlfellner; Gesamtleitung: Matthias Esche, Jan S. Kaiser), in Koproduktion mit Dor Film (Danny Krausz), Warner Bros. Film Productions Germany, Rolize (Roland Zelles), B.A. Produktion (Antonio Exacoustos), ARRI Film & TV Services (Franz Kraus), P’Artisan Filmproduktion, dem BR (Executive Producer: Bettina Reitz; federführende Redaktion: Dr. Cornelia Ackers, Bettina Ricklefs), der ARD Degeto, dem WDR, dem SWR und dem ORF. Gefördert wurde die Produktion von FilmFernsehFonds Bayern (FFF), Bayerischer Bankenfonds (BBF), Filmförderungsanstalt (FFA), Deutscher Filmförderfonds (DFFF), Filmstandort Austria (FISA), ORF Film/Fernseh-Abkommen, Filmfonds Wien (FFW), Österreichisches Filminstitut (ÖFI), Land Niederösterreich,
Letzter Blick von Neuschwanstein

Letzter Blick von Neuschwanstein

 Cine Tirol, entwickelt mit Unterstützung des MEDIA-Programms der Europäischen Union.

Wenn der bayerische König diesen Support doch viel eher bekommen hätte…!?

 Für Verehrer und Verklärer Ludwig, des II. ist diese filmische Neuauflage ein Muss. Seine Gegner werden wie immer den Kopf schütteln.


Weiterhin polarisiert diese schier unfassbare Persönlichkeit, auch nach Rezeption dieses ordentlich erzählten und dargebotenen Werkes. Wir erfahren so Einiges in großer Farbenpracht, und doch…- ‘ein ewiges Rätsel will er (ich) bleiben sich und anderen.’


Text: Andreas Radau

Fotos: © Bavaria Pictures, Dor Film, Warner Bros. Entertainment GmbH, Rolize, B.A. Production, ARRI Film & TV Services / Stefan Falke

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