Franziska Fischer: High Class Modeschmuck für die Münchner Society

Mit Herzblut, Leidenschaft & Liebe

High Class Schmuck, der die Münchner Society Ladies begeistert ...Klein, zart und dezent ist passé, üppig ist hipp. Je größer, auffälliger und extravaganter desto besser:  dicke Klunker, mehrlagige Armbänder, die an Pulswärmer erinnern, opulente Colliers statt zierliche Halskettchen – absolute Hingucker in dieser Saison. Besonders schönen und exquisiten High Class Modeschmuck entwirft Jungdesignerin Franziska Fischer mit ihrem Schmucklabel GLOWYBOX. Die Absolventin der Münchner Modeschule ESMOD, die 2009 ihr eigenes Label gegründet hat, erregte schon internationales Aufsehen. So präsentierte sie Ihre Kollektion nicht nur in Venezuela, auch in London ist ihr Schmuck mittlerweile erhältlich. Auf der Berliner Fashion Week war Franziska Fischer heuer ebenfalls vertreten, denn sie stattete die Models des gefragten Designers Dawid Tomaszewski aus. Auch Modezeitschriften machen auch auf GLOWYBOX aufmerksam, unter der Rubrik „Labels to watch". Vor allem glitzert es herrlich: Bergkristalle, handgegossene Glaslinsen mit Metallfäden, dicht mit Swarovski-Kristallen besetzt, sind ihre Lieblingsmaterialien. Luxuriös und wunderschön. Und ungewöhnlich. Zumeist erdige Farbtöne, nichts Glattes oder Gefälliges ist darin zu entdecken - eher wild, natürlich, rau und irgendwie „unbearbeitet", obwohl gerade in den Details sehr viel Aufwand steckt. Um in Ruhe arbeiten zu können, zog Franziska Fischer von Berlin nach Dettenhausen im Landkreis Tübingen um und richtete ihr Atelier in einer alten ehemaligen Mühle ein. Hier, umgeben von der Natur, schöpft sie ihre künstlerische Kraft, nimmt sie ihre Inspirationen. Unikate in liebevoller Handarbeit. Boulevard Schwan wollte im Interview unbedingt Genaueres über die Künstlerin und ihren erstklassigen Schmuck erfahren.2

Aufwändig, hip und verspielt 

Hallo Franziska, schön, dass Sie sich Zeit für uns nehmen. Was braucht man, um eine gute Schmuckdesignerin zu werden? 
Franziska Fischer: „Es ist wie bei allem, was man anpackt. Wenn Herzblut, Leidenschaft und die Liebe zu deiner Arbeit von den Kunden erkannt und anerkannt wird, dann machst du deine Sache gut."

Für wen designen Sie Ihren Schmuck?
Franziska Fischer: „Meinen Schmuck tragen Frauen jeden Alters, ich designe nicht speziell für eine Kundin. Im Grunde fertige und designe ich die Teile, die ich mir selbst immer gewünscht habe, die es aber nirgends zu kaufen gab."

Haben Sie auch prominente Kundinnen? 
Franziska Fischer: „Ja, einige, zum Beispiel Barbara Schöneberger und Anna Maria Mühe."

Hip & verspieltWie kam es dazu, dass Ihr Schmuck in Münchner Nobelläden wie Pool auf der Maximilianstraße und im Slips Store am Gärtnerplatz vertreten ist?
Franziska Fischer: „Ganz soweit ist es noch nicht. Slips wird die Sachen als erste verkaufen, und Pool bekommt die Lieferung dann in drei Monaten. Wie es dazu kam...? Na ja, über Kontakte und gutes, hochwertiges Design. Mainstream-Ware will auch keiner mehr sehen! Die Leute suchen das Besondere. Viele meiner Stücke sind in der Auflage limitiert, und ich denke, das spielt auch eine entscheidende Rolle."

Wo liegt der Schmuck preislich?
Franziska Fischer: „Ab 120 Euro für Ketten mit Anhänger, Armbänder von 300 bis über 1.000 Euro für extravagante große Teile. Sonderanfertigungen - auf Anfrage werden gerne angenommen."

Haben Sie ein „Markenzeichen"?
Franziska Fischer: „Jede Saison präsentiere ich zum einen meine Standardteile, aber auch jedes Mal etwas komplett Anderes. Das Markenzeichen meines Schmucks: unregelmäßig, asymmetrisch, organisch. Ich verwende dafür unter anderem versilbertes und vergoldetes Messing, Swarovskisteine, Glasperlen, Holz, Edelsteine und Halbedelsteine."


Franziska Fischers trendy Modeschmuck bald auch bei Pool auf der Maximilianstraße 

Abgesehen von Ihrem Markenzeichen - richten Sie sich bei Ihrer Arbeit auch farb- und stylemäßig nach Modetrends?
Franziska Fischer: „Auf jeden Fall. Zum einen werden Schmuckstandardfarben verwendet, aber natürlich auch die aktuellen Trendfarben."

4029665195353 042Was empfehlen Sie tagsüber und abends als Outfit zu Ihrem Schmuck?
Franziska Fischer: „Am liebsten mag ich meine Moosarmbänder tagsüber zum lockeren Seidensommerkleidchen oder zu Jeans, T-Shirt und Lederjacke. Lässig locker und cool. Abends zum Cocktail oder Abendkleid, elegant und sexy."

Und als Hairstyling?
Franziska Fischer: „Ich finde eine lockere Hochsteckfrisur zum Abendoutfit am schönsten und tagsüber gerne Pferdeschwanz, lockere Flechtfrisuren, Hippiestyle. Alles sollte easy-going aussehen."

Entwerfen Sie eigentlich alle Teile selbst?
Franziska Fischer: „Ja klar!! Ich produziere auch alles selbst. Von A bis Z ist alles von mir. Meine aktuelle Kollektion besteht aus 27 Stücken." 
Und wie lange brauchen Sie, bis ein Schmuckstück fertig ist?
Franziska Fischer: „So zwischen drei und acht Stunden, es kommt auf den Entwurf und die Art des Schmuckstücks an. So pauschal kann man das gar nicht sagen." 

4029665195353 020Was inspiriert Sie dabei?
Franziska Fischer: „Eigentlich alles, was mich umgibt. Das kann ein schöner Laden sein, ein Buch, ein Song, ein Künstler, was auch immer. Aber das wechselt bei mir immer alles ziemlich schnell, und die Kollektion selbst ist dann ein Gemisch aus den Eindrücken der letzten sechs Monate."
Wie sieht denn ein typischer Franziska-Fischer-Arbeitstag aus?
Franziska Fischer: „Also, morgens ins Atelier, dann Besprechungen unter anderem mit Lieferanten, Kunden, Magazinen. Anschließend an der neuen Produktion arbeiten, sich um die Bestellungen kümmern oder etwas Neues designen. Aber kein Tag ist natürlich wie der andere, und das ist eigentlich genau das Tolle an meinem Beruf. Man wird jeden Tag überrascht!" 


Am allerschönsten zu nackter Haut ...

Sie leben ja in einer alten Mühle. Warum haben Sie sich ausgerechnet diese Umgebung ausgesucht? 
Franziska Fischer: „Es ist die Rückkehr in meine Heimat. Seit zwölf Monaten lebe ich wieder dort, jetzt eben in einer Mühle aus dem Jahr 1300. Nach fünf Jahren Berlin und vielen Reisen nach London, New York, Mailand, Zürich und anderen Städten bis ich ganz froh, wieder auf dem Land, mitten im Wald zu wohnen, so wie früher. Man ist entspannter und glücklicher. Der Flughafen ist nicht weit, falls es mich doch mal packen sollte und ich wieder Stadtluft schnuppern muss. Allerdings muss ich zugeben, dass ich es bis jetzt absolut nicht vermisse.

GLOWYBOX Layouts2War ESMOD eine Art Sprungbrett für Sie? Wussten Sie damals schon, dass Sie sich auf Schmuck spezialisieren wollen?
Franziska Fischer: „Die ESMOD lehrt ja kein Schmuckdesign, aber lieferte mir eine gute Ausbildung und gutes Grundwissen in Sachen Design und Trends. Den Rest habe ich bei meiner Arbeit bei verschiedenen Berliner Schmucklabels gelernt."

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Franziska Fischer: „Das kann ich nicht sagen, ich möchte einfach meine Arbeit machen und glücklich sein. Ich halte nichts von Plänen und davon, diese einzuhalten. Ich gebe jeden Tag jeden Moment alles für meine Arbeit und GLOWYBOX. Und das ist ein Plan, der sich bis jetzt und ich denke auch in zehn Jahren noch bewähren wird."

Wie lautet Ihre Devise? 
Franziska Fischer: „Ein Lebensmotto in der Mode zu haben, das geht meiner Meinung nach nicht. Alle sechs Monate etwas Neues, ständiger Wandel, zu dieser Welt passt kein Lebensmotto."

PresseFotoFranziskaAbout Franziska Fischer 
Franziska Fischer, 1985 in Stuttgart geboren, ging mit 20 Jahren nach Berlin, wo sie Modedesign bei der Modeschule ESMOD studierte. Anschließend arbeitete die Schwäbin bei der international erfolgreichen Modefirma ST. EMILE und anschließend beim Münchner Designer Philipp Plein, der schon mit Models wie Naomi Campbell, Marcus Schenkenberg und Heidi Klum gearbeitet hat und in der ProSieben TV-Doku „Fashion & Fame – Design your dream" als Juror zu sehen war. 2008 übernahm Franziska Fischer verschiedene Design-Projekte für Swarovski, Hallhuber, Heartherette NY, Reebok und Calvin Klein, bevor sie dann ein Jahr später ihr eigenes Schmucklabel GLOWYBOX gründete. Seitdem arbeitet sie auch mit dem jungen Modemacher Dawid Tomaszewski zusammen und stattet seine Shows aus. Und 2011 eröffnete sie einen eigenen Showroom in München. 

Interview: Jutta Bök
Foto von Franziska Fischer: Christian Thum www.christianthum.de
Fotos Kampagne: Daniella Midenge www.midenge.com
Stills: Jenny Marke 

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